Geschenkideen
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Weihnachten kommt immer so plötzlich, obwohl schon im August in den Supermärkten die ersten Weihnachtsmänner angeboten werden. Alle Jahre wieder stellt sich die Frage: Was schenken zu Weihnachten? Plötzlich läuft, so scheint es, die Zeit davon. Tausend Dinge müssen für das Weihnachtsfest vorbereitet und erledigt werden. Selten bleiben Zeit und Muße, nach dem passenden Weihnachtsgeschenk zu suchen. Manch einer nimmt sich am Heiligabend vor, bereits im Januar die Präsente für das nächste Fest zu kaufen. Ein guter Vorsatz, der dann natürlich doch nicht umgesetzt wird.

Wie auch? Die Tage „zwischen den Jahren“ und der Januar stehen bekanntlich im Zeichen des Umtauschs, weil das Weihnachtsgeschenk mal wieder nicht der Vorstellung entsprochen hat. Die Heiligen Drei Könige schenkten dem Jesuskind Gold, Myrrhe und Weihrauch. Mit Goldschmuck lässt sich gewiss auch heute noch Punkte sammeln. Myrrhe und Weihrauch hingegen sind wohl eher out als Weihnachtsgeschenk. Gibt es überhaupt das ideale Weihnachtsgeschenk? Wenn ja, wie muss es aussehen? Wie viel darf man dafür ausgeben? Dabei gilt: ein teures Weihnachtsgeschenk muss bei dem Beschenkten nicht unbedingt die erwartete Freude auslösen. Vielleicht fühlt er sich beschämt, weil der materielle Wert seines Geschenks wesentlich geringer ist. Und beim nächsten Weihnachtsfest will er versuchen gleich zu ziehen. Ein Wettlauf wird in Gang gesetzt, der nicht dem Sinn des weihnachtlichen Schenkens entspricht.
Weniger ist, wie so oft im Leben, mehr. Das Weihnachtsgeschenk sollte also mit Bedacht gewählt werden. Es hat keinen Sinn, einem notorischen Nichtleser ein Buch zu schenken. Ein Freund klassischer Musik wird kaum von einer CD mit Schlagermusik begeistert sein. Und wer partout keine grünen Pullover mag, wird sich auch über die zehnte Ausgabe dieser Art nicht freuen können. Gut gemeint ist das Gegenteil von gut.
Kinder schicken ihren Wunschzettel an den Weihnachtsmann und sind glücklich, wenn ein Teil der Wünsche erfüllt wird. Bei Erwachsenen ist es unüblich, Wünsche zu äußern. Um so wichtiger ist es, während des Jahres genau hin zu hören und hin zu sehen. Vielleicht bleibt der Partner beim Stadtbummel einmal vor einem Schaufenster stehen und ist von einem bestimmten Ausstellungsstück angetan. Schon hat man einen Anhaltspunkt für ein Weihnachtsgeschenk. Vor allen Dingen sollte immer die Wertschätzung für den anderen zum Ausdruck kommen. Wer allerdings das Schenken als lästige Pflicht ansieht, wird öfter daneben liegen, als ihm lieb ist.
















